Verantwortung annehmen, Freundschaft schenken, Toleranz leben: Unter diesem Motto engagiert sich der Lions-Club Donaueschingen seit 30 Jahren in den verschiedensten Bereichen. Ein Anlass für einen etwas anderen Club-Abend: Im Öschberghof wurde gemeinsam mit anderen Lions-Club-Vertretern und dem ehemaligen bayrischen Ministerpräsidenten Günther Beckstein gefeiert. Letzterer war für den Vortrag verantwortlich, der zu einem Club-Abend gehört. Mit „Gehört der Islam zu Deutschland“ griff Beckstein ein aktuelles Thema auf.

Und damit war auch das Ziel eines Club-Abends erfüllt: Den Horizont der Zuhörer zu erweitern. Aus diesem Grund wechselt bei den Lions auch jährlich der Präsident, um immer wieder neue Schwerpunkte setzen zu können und neue Blickwinkel zu erhalten. Aktuell wird der Club von Thomas Weinreich geführt: „In den vergangenen Jahren haben wir uns zu einem aktiven und lebendigen Club entwickelt“, sagt Weinreich, der auf die Werte wie geistige Freundschaft, Toleranz und Dienste am Menschen verwies.

Aktuell sind es 35 Mitglieder aus allen Bereichen der Gesellschaft, um so auch einen großen Erfahrungsaustausch zu ermöglichen. Die Homogenität und auch die Euphorie der Gründungsjahre sei vorbei, nun müssten junge Menschen von der Lions-Idee begeistert und die dritte Generation in den Club integriert werden.

Neben den regelmäßigen Club-Abenden bringt sich der Lions-Club auch bei Veranstaltungen ein, wie beispielsweise beim Herbstfest, oder sammelt mit seinem traditionellen Adventskalender Spenden. Auch wenn einige überregionale Projekte unterstützt werden, so fokussieren sich der Lions-Club doch auf Unterstützung der Region. So wird beispielsweise seit Jahren die Imsed-Stiftung und auch der Freiburger Verein „Helfen hilft“ unterstützt. Im vergangenen Jahr werden über 20 000 Euro gesammelt, die an 14 Einrichtungen und Institutionen, wie beispielsweise die Karl-Wacker Schule, das Palliativzentrum VS oder die Feldner Mühle verteilt wurden. Als nächstes findet das Schlosskonzert am Mittwoch, 20. Mai, um 20 Uhr im Spiegelsaal des Fürstenbergischen Schlosses statt. Mit dieser Veranstaltung soll die Imsed-Stiftung unterstützt werden.

„Wir wollen unsere Erfahrungen und Talente zurück in die Gesellschaft bringen“, sagt Stefan Lauble, Governor des Distrikts Süd-West, der auch auf das Lions-Motto „We serve – Wir dienen“ einging. Der Begriff „dienen“ sei in der Gesellschaft mittlerweile veraltet. Heute würde es heißen: führen, leiten und gestalten und anstatt um das Dienen ginge es um das Verdienen und das Bedienen lassen. „Wir wollen dienen und handeln auch danach“, sagt Lauble und fügte hinzu: „Wir bringen uns ein für die Mitmenschen auf der Schattenseite des Lebens.“ Und wenn führende Leute heute dienen würden, dann sei das sehr bemerkenswert.